Kulturlandschaft

Das Schenkenbergertal bleibt dank der rücksichtsvollen landwirtschaftlichen Nutzung eine Kulturlandschaft, die alle Sinne erfreut. Dank den Bestrebungen, die eine Nachhaltige Entwicklung fördern, soll das auch so bleiben. Die Werkstatt Schenkenbergertal unterstützt den Anbau von Einkorn und Emmer in Zusammenarbeit mit regionalen Bauern und ProSpecieRara. Ziel ist die Erhaltung des vielfältigen genetischen Erbgutes, das für Neuzüchtungen in der sich verändernden Welt unersetzbare Grundlagen bietet. Buntbrachestreifen schaffen Lebensraum für Kleintierarten. Für die Hochstammbäume, die das Bild des Tales mitprägen, setzt sich der Verein Mosti Veltheim ein.

Einkorn
Rund ums Schloss Kasteln treffen Sie auf ursprüngliche Getreidesorten, die schon vor der Zeit von Traktoren und chemischem Dünger (1945) im Tal angebaut wurden. Einkorn, auch Urweizen genannt, ist die Stammmutter aller Weizenarten. Funde zeugen davon, dass Einkorn in Syrien vor 10‘000 Jahren und in der Schweiz vor 6000 Jahren angebaut wurde. Einkorn ist das zierlichste aller Getreide. Das hier wachsende Einkorn wird in der Region zu Brot, Teigwaren und Urweizenbier weiterverarbeitet.

Emmer
Emmer wird, wie Einkorn, im Tal seit hunderten von Jahren angebaut. Für das Jahr 1929 weist das Statistische Bundesamt für Schinznach 116 Betriebe, für Oberflachs 53 Betriebe und für Thalheim 129 Betriebe aus, die Getreide anbauen. In der Evolutionsfolge steht Emmer, auch Zweikorn genannt, nach Einkorn und vor Dinkel und Kulturweizen, heute kurz Weizen genannt. Emmer war der Weizen der ägyptischen Pharaonen. Auch im römischen Reich wurde er sgeschätzt. Der hier angebaute Emmer wird zu Mehl, Brot und Knäckebrot verwendet.

Bundtbrache
Bunt- und Rotationsbrachen beherbergen vielerlei nützliche und seltene Pflanzen und Tiere. Als markante Streifen zwischen den Ackerkulturen laden sie uns Wanderende zum Beobachten von Vögeln, Schmetterlingen, Bienen und der bunten Blumenpracht ein. Buntbrachen müssen gepflegt werden. Stark wuchernde Pflanzen werden entfernt um Verbuschung und Versamung von nicht erwünschten Pflanzen zu verhindern. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den invasiven und gebietsfremden Pflanzen, die in einer schwarzen Liste erfasst sind. Die Rotationsbrache wird nach einigen Jahren umgepflügt. Eine junge Brache soll zu diesem Zeitpunkt in der Nähe als neuer Lebensraum für die Tierwelt zur Verfügung stehen.

bebilderung