Von der Mauer zur Ruine

Das Schenkenbergertal gilt als Ausläufer der Jurakette. Jurakalksteine, aus Steinbrüchen in unmittelbarer Nähe, werden seit Jahrhunderten als Baumaterial eingesetzt.
Die Bruchsteinmauern mit Treppen beim Schloss Kastelen sind für das Mittelland einmalig. Bruchsteinmauern schützen den Hang nicht nur vor dem Abrutschen, sie speichern Wärme und fördern die Biodiversität.
Weinbergschnecken, Insekten und Reptilien nutzen die Zwischenräume als Wohnung. Warten sie, bis eine Eidechse vorbeihuscht!
Zwischen Schinznach und Thalheim treffen sie Bruchsteinmauern nicht nur in den Reben an, sondern auch an steilen Wiesenhängen und im Wald. Mehr Bilder und Text zu Bruchsteinmauern Kasteln erfahren Sie hier.

Die gösste Ruine im Kanton Aargau liegt im Schenkenbergertal in der Gemeinde Thalheim.
Die ältesten Bauten sind im 13.Jh. von den Habsburgern errichtet worden. Die Berner, die ab 1415 den Aargau beherrschten, besetzten im Jahre 1460 auch die Burg Schenkenberg. Der Steuervogt bevorzugte aber das Haus neben der Mittleren Mühle in Schinznach.
Heute hat die Ruine den Schrecken verloren und ist ein beliebtes Ausflugsziel mit Grillplatz. Mit etwas Glück treffen sie Schwarzhalszieen an, die als Landschaftsgärtner die Ruine vor Verwaldung schützen.